Hallo, liebe Selfpedianer_innen,
ich bin nach einem burn-out und anschließendem Klinikaufenthalt auf der Suche nach einer ambulanten Psychotherapie. Leider gestaltet sich das unerfreulich schwierig! Daher bitte ich hier um weitere Meinungen zu diesem Thema.
Bisher hatte ich schon 5 Vorgespräche bei verschiedenen Therapeuten. Dabei habe ich als Ablehnungsgrund zu hören bekommen: “Was Sie sind EM-Rentner? Dann bekomme ich das nicht von der Kasse finanziert. Keine Chance. Suchen Sie sich ne Arbeit, dann geht das.” (O-Ton einer privat abrechnenden Therapeutin) Da ich schon länger als 3 Monate suche und über 5 Ablehnungen entgegen nehmen mußte, kann die Kasse auch die Leistung eines privaten Therapeuten übernehmen – auf Antrag.
Ein anderer Therapeut: “Was sie sind berentet? Wie wollen Sie denn dann gesund werden? Ohne Arbeit geht das nicht.” Das fand ich besonders krass – denn ich habe mir das nicht ausgesucht – und klar will ich wieder arbeiten! Das sollte doch parallel gehen. Stabilisierung und langsamer Wiedereinstieg… ?!
Haben Psychologen da etwa Vorbehalte gegenüber EM-Rentner bei der Vergabe von Psychotherapie-Plätzen? Hat da jemand ähnliche Erfahrungen machen müssen?
Ich bin dankbar für jeden Hinweis, wie auch über eine rege Verbreitung meiner Frage in den sozialen Medien. Vielen Dank.
der Sven
Lesetipp: http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-03/psychotherapie-depression-wartezeiten